Betriebliche Gesundheitsförderung

Betriebliche Gesundheitsförderung ist eine moderne Unternehmensstrategie zur Verbesserung der Gesundheit am Arbeitsplatz.

Die Betriebliche Gesundheitsförderung verringert die krankheitsbedingte Abwesenheit von Mitarbeitern und sorgt für eine langfristige Senkung des Krankenstandes. BGF steigert die Motivation der Mitarbeiter und verbessert das Arbeitsklima. Nicht zuletzt ist BGF ein wichtiger Image-Faktor, der die Attraktivität als Arbeitgeber steigert.

Der Arbeitsplatz ist ein Ort, an dem zunehmend mehr Lebenszeit verbracht wird. Daher ist es wichtig die Themen Gesundheit und Arbeit zusammenzubringen.

Wir helfen Ihnen die Eigenverantwortung und Selbstkompetenz der Mitarbeiter zu stärken und sie zu motivieren.

Es gibt viele Möglichkeiten der Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz. Gemeinsam entwickeln wir individuelle Lösungen für Sie und Ihre Mitarbeiter.

Ihr Ansprechpartner

Stefanie Hohlweg
bgf@theraneos.de

Unser Team

In unserem Team arbeiten Therapeuten mit unterschiedlicher fachlicher Ausrichtung. So können wir individuell auf jede Anfrage eingehen und Sie wissen sich immer in besten Händen, kompetent beraten und betreut.

Für uns ist eine fundierte Ausbildung und stetige berufliche Weiterbildung ein wichtiges Anliegen. So sind wir in der Lage fachkompetente Hilfe und Therapie auf der Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse anbieten zu können.

Unser Angebot

• Beratung und Konzeption von Gesundheitsmaßnahmen
• Ergonomische Beratung am Arbeitsplatz
• Rückenschule
• Wirbelsäulengymnastik
• Rückenaufbautraining
• Mobile Massage/Short Cuts
• Gesundheitstage
• Workshops & Vorträge
• Kursprogramme
• Physiotherapeutische Betreuung im Unternehmen
• Gesundheits- und Basisanalyse
• Betreutes Training in kleinen Gruppen
• Individuelle Konzeption
• Optimale Umsetzung durch qualifiziertes Partnernetzwerk
• Nachweis der Wirksamkeit
• Nachhaltigkeit der Maßnahmen

Luxemburger Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförderung in der Europäischen Union (1997): „Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) umfasst alle gemeinsamen Maßnahmen von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Gesellschaft zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz.“

Steuerliche Vorteile – Betriebliche Gesundheitsförderung  Seit dem 1. Januar 2008 wird die Förderung der Mitarbeitergesundheit zudem steuerlich unterstützt. Bis zu 600 Euro  kann ein Unternehmen pro Mitarbeiter und pro Jahr steuerfrei für zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbrachte Leistungen zur Verhinderung und Verminderung von Krankheitsrisiken und zur Förderung der Gesundheit erbringen.

Einkommensteuergesetz (EStG) § 3 Nr. 34 „Steuerfrei sind zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbrachte Leistungen des Arbeitgebers zur Verhinderung und Verminderung von Krankheitsrisiken und zur Förderung der Gesundheit in Betrieben, die hinsichtlich Qualität, Zweckbindung, Zielgerichtetheit und Zertifizierung den Anforderungen der §§ 20 und 20b des Fünften Buches Sozialgesetzbuch genügen, soweit sie 600 Euro  im Kalenderjahr nicht übersteigen.“

Gesetzliche Regelungen Die gesetzlichen Regelungen zur primären Prävention und Gesundheitsförderung der Krankenkassen sind in den §§ 20, 20a, 20b und 20c SGB V niedergelegt. Der Gesamtkomplex der von diesen Paragrafen bezeichneten Leistungen gliedert sich in:

  • Leistungen zur verhaltensbezogenen Prävention nach § 20 Abs. 5 SGB V
  • Leistungen zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten nach § 20a SGB V
  • Leistungen zur Gesundheitsförderung in Betrieben nach §§ 20b und 20c SGB V

Die Absätze 1–3 von § 20 SGB V definieren die übergreifenden Anforderungen für alle Leistungen der Krankenkassen zur primären Prävention und Gesundheitsförderung, Absatz 4 enthält die o. g. Gliederung nach Leistungsarten der verhaltensbezogenen Prävention, lebensweltbezogenen Gesundheitsförderung und Prävention sowie betrieblichen Gesundheitsförderung. Im Folgenden werden die Regelungen des § 20 Absätze 1–4 dargestellt und erläutert:

„§ 20 SGB V Primäre Prävention und Gesundheitsförderung

(1) 1Die Krankenkasse sieht in der Satzung Leistungen zur Verhinderung und Verminderung von Krankheitsrisiken (primäre Prävention) sowie zur Förderung des selbstbestimmten gesundheitsorientierten Handelns der Versicherten (Gesundheitsförderung) vor. 2Die Leistungen sollen insbesondere zur Verminde- rung sozial bedingter sowie geschlechtsbezo- gener Ungleichheit von Gesundheitschancen beitragen. 3Die Krankenkasse legt dabei die Handlungsfelder und Kriterien nach Absatz 2 zugrunde.

(2) 1Der Spitzenverband Bund der Krankenkas- sen legt unter Einbeziehung unabhängigen, insbesondere gesundheitswissenschaftlichen, ärztlichen, arbeitsmedizinischen, psychothe- rapeutischen, psychologischen, pflegerischen, ernährungs-, sport-, sucht-, erziehungs- und sozialwissenschaftlichen Sachverstandes sowie des Sachverstandes der Menschen mit Behinderung einheitliche Handlungsfelder und Kriterien für die Leistungen nach Absatz 1 fest, insbesondere hinsichtlich Bedarf, Zielgruppen, Zugangswegen, Inhalt, Methodik, Qualität, intersektoraler Zusammenarbeit, wissen- schaftlicher Evaluation und der Messung der Erreichung der mit den Leistungen verfolgten Ziele. 2Er bestimmt außerdem die Anforde- rungen und ein einheitliches Verfahren für die Zertifizierung von Leistungsangeboten durch die Krankenkassen, um insbesondere die einheitliche Qualität von Leistungen nach Absatz 4 Nummer 1 und 3 sicherzustellen. 3Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen stellt sicher, dass seine Festlegungen nach den Sätzen 1 und 2 sowie eine Übersicht der nach Satz 2 zertifizierten Leistungen der Kranken- kassen auf seiner Internetseite veröffentlicht werden. 4Die Krankenkassen erteilen dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen hierfür sowie für den nach § 20d Absatz 2 Nummer 2 zu erstellenden Bericht die er- forderlichen Auskünfte und übermitteln ihm nicht versichertenbezogen die erforderlichen Daten.

(3) 1Bei der Aufgabenwahrnehmung nach Absatz 2 Satz 1 berücksichtigt der Spitzenverband
Bund der Krankenkassen auch die folgenden Gesundheitsziele im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention:
1. Diabetes mellitus Typ 2: Erkrankungsrisiko senken, Erkrankte früh erkennen und behan- deln,
2. Brustkrebs: Mortalität vermindern, Lebens- qualität erhöhen,
3. Tabakkonsum reduzieren,
4. gesund aufwachsen: Lebenskompetenz, Bewegung, Ernährung,
5. gesundheitliche Kompetenz erhöhen, Souveränität der Patientinnen und Patienten stärken,
6. depressive Erkrankungen: verhindern, früh erkennen, nachhaltig behandeln,
7. gesund älter werden und
8. Alkoholkonsum reduzieren.
2Bei der Berücksichtigung des in Satz 1 Nummer 1 genannten Ziels werden auch die Ziele und Teilziele beachtet, die in der Bekanntmachung über die Gesundheitsziele und Teilziele im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung vom 21. März 2005 (BAnz. S. 5304) festgelegt sind. 3Bei der Berücksichtigung der in Satz 1 Nummer 2, 3 und 8 genannten Ziele werden auch die Ziele und Teilziele beachtet, die in der Bekanntmachung über die Gesund- heitsziele und Teilziele im Bereich der Präven- tion und Gesundheitsförderung vom 27. April 2015 (BAnz. AT 19.05.2015 B3) festgelegt sind. 4Bei der Berücksichtigung der in Satz 1 Nummer 4 bis 7 genannten Ziele werden auch die Ziele und Teilziele beachtet, die in derBekanntmachung über die Gesundheitsziele und Teilziele im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung vom 26. Februar 2013 (BAnz. AT 26.03.2013 B3) festgelegt sind. 5Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen berücksichtigt auch die von der Nationalen Arbeitsschutzkonferenz im Rahmen der gemeinsamen deutschen Arbeitsschutzstrategie nach § 20a Absatz 2 Nummer 1 des Arbeitsschutzgesetzes entwickelten Arbeitsschutzziele.

(4) Leistungen nach Absatz 1 werden erbracht als
1. Leistungen zur verhaltensbezogenen Prävention nach Absatz 5,
2. Leistungen zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten für in der gesetzlichen Krankenversicherung Versicherte nach § 20a und
3. Leistungen zur Gesundheitsförderung in Betrieben (betriebliche Gesundheitsförderung) nach § 20b.“

Zuschüsse für Mitarbeiter Der Arbeitgeber kann für solche Präventionskurse, unabhängig davon, ob sie im oder außerhalb des Betriebes stattfinden, die Kursgebühren übernehmen oder bezuschussen. Bis zur Höhe von 600 Euro im Kalenderjahr sind seine Leistungen, soweit sie zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden, steuer- und beitragsfrei. Im Rahmen des Dritten Bürokratieentlastungsgesetzes (BEG III) wurde der Freibetrag zum 1. Januar 2020 um 100 Euro auf 600 Euro angehoben.

Voraussetzung einer Steuerbefreiung ist, dass die Leistungen zur Gesundheitsförderung zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbracht werden. Damit die Steuer- und Abgabenfreiheit einer späteren Prüfung standhält, sollten Unterlagen zum Inhalt des Kurses und zu geleisteten Zahlungen im Lohnkonto des Arbeitnehmers aufbewahrt werden.  Weitere Fragen im Rahmen der steuerlichen Absetzbarkeit beantworten Ihnen Ihr Steuerberater und das Finanzamt.